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Dernau

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Dernau, Altenahr, Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz, 53507, Deutschland (50.53442 7.04346)

Über diese Karte

Name: Topografische Karte Dernau, Höhe, Relief.
Koordinaten: 50.50520 7.02536 50.54332 7.05933
Minimale Höhe: 110 m
Maximale Höhe: 531 m
Durchschnittliche Höhe: 303 m

Dernau

Ab Oktober 1943 wurde im Rahmen der Untertageverlagerungen von kriegswichtigen Industrien fünf alte ungenutzte Eisenbahnstollen zwischen Ahrweiler und Rech umgebaut, um unter dem Decknamen Geheimkommando "Rebstock" unter anderem Komponenten für die V2 Produktion herzustellen. Wurde hierzu zunächst wegen der höheren Überdeckung der Ahrweiler Tunnel (Kuxbergtunnel) als Produktionsstätte mit einem Baulager im Hubachtal bei Marienthal genutzt, so wurde seit Juli 1944 geplant auch eine Fertigungsstraße für die V1 Produktion im sogenannten Trotzenbergtunnel zu errichten. Hierzu kam es nicht mehr, da aufgrund interner Kompetenzstreitigkeiten zwischen Heer (V2) und Luftwaffe (V1) und wegen der näher rückenden Front die vorbereitenden Arbeiten schon im September 1944 abgebrochen wurden. Vom 2. bis 27. September waren 300 ehemalige Auschwitz Häftlinge, die für die Volkswagenwerke im V! Projekt tätig waren in zwei provisorischen Baracken bei Dernau untergebracht. Nachdem sie zwei Wochen auf Baumaterialien gewartet hatten, wurden alle 300 Häftlinge am 21. Sept. 1944 nach Mittelbau Dora in den Harz gebracht, nachdem sie die Einrichtungen der Baracken abgebaut hatten. Seit Okt. 1944 wurden Tunnel in Dernau und Marienthal als Luftschutzbunker für die Bevölkerung benutzt, im Hubachtal bei Marienthal etliche Wochen gemeinsam mit ca. 200 Buchenwald-Häftlingen, die dort eingesetzt wurden, um seit Sept. 1944 die V2-Produktionsanlagen abzubauen und nach Artern im Harz zu bringen. Die letzten ca. 100 Häftlinge aus Buchenwald verließen Anfang Dezember 1944 das Hubachtal und ihre dortigen Unterkünfte im Tunnel. Von September bis November 1944 waren insgesamt ca. 1000 Arbeitskräfte (davon 200 Häftlinge) für die V2 bei Marienthal im Einsatz. Von Mitte Aug. bis Mitte Sept. 1944 waren ca. 600 Arbeitskräfte (davon 300 ehemalige Auschwitz-Häftlinge, die oben erwähnt wurden) für die vorbereitenden Arbeiten zur V1 Produktion in Dernau im Einsatz bzw. in Bereitschaft.

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