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Badenweiler

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Badenweiler, Lünstadt, Mörthe und Mosel, Großer Osten, Metropolitanes Frankreich, 54540, Frankreich (48.50043 6.89262)

Über diese Karte

Name: Topografische Karte Badenweiler, Höhe, Relief.
Koordinaten: 48.46280 6.85865 48.52041 6.95592
Minimale Höhe: 269 m
Maximale Höhe: 797 m
Durchschnittliche Höhe: 374 m

Badenweiler

Das hiesige Gebiet war ein Teil des rechtsrheinischen römischen Agri decumates (auf deutsch: „das Zehntland“). Dieses Gebiet war durch den Rhein, die Donau und den nordöstlich gelegenen Limes abgegrenzt. Der Limes wurde um 100 von den Römern errichtet. Die Alamannen, ein Stamm der Germanen, eroberten um 230 das südliche rechtsrheinische Gebiet. Die Römer gaben Agri decumates auf und zogen sich 260 hinter den Rhein zurück. Dort errichteten sie den Donau-Iller-Rhein-Limes. Die verlassenen römischen Bauten wurden zerstört oder gerieten in Vergessenheit. Später bauten die Alamannen sogenannte Höhenburgen auf, um das Gebiet zu überwachen. Sie errichteten Gutshöfe und eine Verwaltung nach römischem Vorbild. Die Alamannen unternahmen oft Raubzüge vom ehemaligen Zehntland aus ins benachbarte römische Gallien. Sie wurden aber dabei von römischen Heeren abgewehrt. Erst 455 gelang es den Alamannen, von hier aus über den Rhein zu expandieren. Sie eroberten Teile der römischen Provinz Gallien. Es folgten Konflikte mit den Franken, welche nach Süden expandierten. Die Alamannen führten mit den Franken von 496 bis 507 einen Krieg. Die Franken errangen den entscheidenden Sieg bei Zülpich unter ihrem König Chlodwig I. Das alamannische Gebiet kam an das Frankenreich der Merowinger. Das Gebiet des späteren Markgräflerlandes und des Breisgaus wurde Besitz von fränkischen Adligen. Fränkische Adlige beschenkten um 775 verschiedene Klöster mit Grundbesitz aus diesem Gebiet u. a. wegen des Seelenheils. Fränkische Adlige nahmen Badenweiler, damals noch unter seinem lateinischen Namen Aquae wieder in Besitz. Ab 774 sind im Lorscher Codex mehrere Schenkungen zugunsten des Klosters Lorsch in Willaner marca (Gemarkung Weiler) oder auch Wilere marca sowie in Lipburg urkundlich dokumentiert, u. a. eine Basilika. Zwischen 900 und 955 fielen die Ungarn in dieses Gebiet ein, es kam zu Verwüstungen und Plünderungen. Danach wurde das Gebiet von Gaugrafen verwaltet, welche der Kaiser einsetzte. Kaiser Otto I. hatte 962 vom abtrünnigen Gaugrafen Guntram aus dem Breisgau dessen hiesige Gebiete konfisziert. Otto I. vermachte sie an den Bischof Konrad aus Konstanz, welcher ein Welfe war. Dieser setzte für seine Güter einen Lehens-Meier ein. Als Vogt verwaltete er dieses Gebiet für seinen Bischof. Nach dem Tode Konrads 975 übernahmen die Dompröpste seiner Kirche seine Gebiete. Sie wurden damals Dompropsteigüter genannt. Im Jahr 1028 taucht der Name „Badenweiler“ im damaligen „deutsch“, noch ohne den Zusatz „Weiler“, erstmals in einer Akte des Kaisers Konrad II. aus dem Geschlecht der fränkischen Salier auf – einer Erlaubnis für das Bistum Basel, Mineralien wie Silber und Blei in und um Badenweiler abzubauen.siehe auch Burg Stockburg

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