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Herbstein

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Herbstein, Vogelsbergkreis, Regierungsbezirk Gießen, Hessen, 36358, Deutschland (50.56305 9.34796)

Über diese Karte

Name: Topografische Karte Herbstein, Höhe, Relief.
Koordinaten: 50.51242 9.24236 50.59436 9.49779
Minimale Höhe: 236 m
Maximale Höhe: 784 m
Durchschnittliche Höhe: 446 m

Herbstein

Herbstein wurde im Jahre 1011 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda als „Heribrahteshusun“ erstmals erwähnt. Als „Villa“ bezeichnet, war es Grenzdorf des Fuldaer Klosters. Im Jahre 1262 erhielt der Ort das Stadtrecht, 1545 das Marktrecht und 1722 einen Viehmarkt. 1258–1271 wurde die heute noch erhaltene (und in jüngerer Zeit restaurierte) Stadtmauer errichtet. Sie hat drei Wehrtürme und ist heute an drei Stellen begehbar. Sie war ursprünglich 800 Meter lang und hat eine Wandstärke von 1,40 Meter. Das Mauerwerk besteht aus Basaltmaterial. Durch die Stadtmauer erhielt die weithin sichtbar, auf einer Anhöhe liegende Ansiedlung mit ihrer ausgeprägten ringförmigen Straßenanlage, die die Stadtpfarrkirche wie eine Wagenburg umgibt, ihre heute noch sichtbare wehrhafte Gestalt. Zur Finanzierung dieser Befestigung musste die Abtei Fulda Besitztümer im Gebiet des Stifts Hameln verkaufen. Innerhalb der Ringmauer befand sich eine östlich des heutigen Marktplatzes errichtete Burg, die 1642 zerstört wurde. Nähere Hinweise auf sie fehlen, abgesehen von dem unterirdischen Gewölbekeller, den man mit ihr in Verbindung bringt. Bis 1802 gehörte die Stadt – als katholische Enklave im evangelischen Riedeselschen Junkerland – zur Fürstabtei Fulda. Es folgte eine kurze Zeit wechselnder Herrschaften, bis Herbstein 1810 zum Großherzogtum Hessen (Hessen-Darmstadt) kam. Dort war es seit 1821 kurzzeitig Sitz des Landratsbezirkes Herbstein. Von 1853/54 bis 1968 gab es ein Amtsgericht in der Stadt. 1907 zerstörte ein großflächiger Brand 64 Gebäude in der Innenstadt. Das daraufhin 1910 neu-errichtete Rathaus ist ein markanter Fachwerkbau mit reichen Fachwerkverzierungen. Das Stadtwirtshaus im Westflügel ist seit 1919 in Privatbesitz. Daneben befindet sich das einstige Amtshaus des Stadtschultheißen, der bis 1802 offizieller Vertreter der Fürstabtei Fulda in der Stadt war. Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Gebäude beherbergt heute die Stadt-Apotheke. Im Jahr 1948 ist der Gemeinde durch den Hessischen Minister des Innern erneut das Stadtrecht und die Führung der Bezeichnung „Stadt Herbstein“ verliehen worden.

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