Topografische Karte Aach
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Aach
In einem Buch des „Königlichen statistisch-topographischem Bureau“ aus dem Jahr 1858 heißt es u. a.: „Die Einwohner von Aach sind körperlich kräftige, fleißige und ordnungsliebende Leute, deren Haupterwerbsquellen in Feldbau, Viehzucht, Waldarbeiten, Holzfuhrwerk und Flößerei bestehen. Der größte Güterbesitz beträgt 85 Morgen, der gewöhnliche aber 10 – 15 Morgen. Als größere Gewerbe sind 2 Wirtschaften und 2 Mühlen zu nennen.....Die Landwirtschaft wird fleißig und umsichtig betrieben; verbesserte Ackergerätschaften sind nur bei Einzelnen im Gebrauch und die Anlagen der Düngerstätten lassen noch zu wünschen übrig. Für den Stalldünger benützt man Nadelstreu und Sägemehl, überdies wird zur Besserung der Felder häufig Hallerde und Asche angewendet. Man baut vorzugsweise Dinkel, Hafer, Kartoffeln, Hanf und Flachs an. Die Erzeugnisse des Feldes reichen nicht für das örtliche Bedürfnis, so dass noch Getreide von Außen zugekauft werden muss. Die Obstzucht ist mittelmäßig und beschränkt sich hauptsächlich auf späte Mostsorten, dagegen hat der resignierte Amtsnotar Walther, der zur Hebung der Landwirtschaft Vieles beiträgt, auch feinere Sorten, wie Goldparmene, verschiedene Reinetten und andere Tafelobstsorten mit gutem Erfolg angepflanzt. Die Viehzucht, welche sich mit Ausnahmen eines Oeconomen, der Simmenthaler Kreuzung züchtet, mit einer gewöhnlichen Landrasse beschäftigt, ist in mittelmäßigen Zustand. Ein Ortsbürger hält 2 Zuchtstiere, wofür ihm die Gemeinde die Nutznießung von 3 Morgen Wiesen und 59 fl jährlich reicht. Der Handel mit Vieh ist nicht unbeträchtlich.“
