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Rotenburg

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Rotenburg, Landkreis Rotenburg (Wümme), Niedersachsen, Deutschland (53.11089 9.40493)

Über diese Karte

Name: Topografische Karte Rotenburg, Höhe, Relief.
Koordinaten: 53.05182 9.27120 53.19210 9.47090
Minimale Höhe: 11 m
Maximale Höhe: 81 m
Durchschnittliche Höhe: 30 m

Rotenburg

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei erhielt bei der Reichstagswahl März 1933 65 % der Stimmen und lag damit erheblich höher als der Reichsdurchschnitt 43,9 %. Die antisemitisch/völkische Kampffront Schwarz-Weiß-Rot erhielt in Rotenburg weitere 17,5 % der Stimmen (Reichs-Wahlergebnis: 8 %). Diese mehrheitlich völkisch-nationalistische Haltung prägte in den Folgejahren die Gesellschaft und die Institutionen Rotenburgs. In den heutigen Rotenburger Werken, damals Rotenburger Anstalten der Inneren Mission, Heil- und Pflegeanstalt für Epileptische, waren schon 1931, vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten, die Lehren der Rassenhygiene und Fragen zur „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ Lehrinhalt der Pflegerausbildung. Bis 1945 wurden an 97 Bewohnerinnen und 238 Bewohnern eine Zwangssterilisierungen durchgeführt. Weitere Bewohner wurden selektiert, zum Bahnhof geführt und von dort in Forschungseinrichtungen oder Vernichtungslager verbracht. Insgesamt wurden 547 Einwohner der heutigen Rotenburger Werke im Rahmen der Aktion T4 getötet. Einzelschicksale wie Mitglieder der Familie Kromminga oder des Bewohners Erich Paulicke wurden detaillierter dokumentiert. Rotenburg war Standort eines Arbeitserziehungslagers, in das Zwangs- und Ostarbeiter eingeliefert wurden, die sich nicht regelkonform verhielten. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die in Rotenburg ansässigen Juden (wie beispielsweise die ortsansässige Kaufmannsfamilie Cohn) vertrieben oder deportiert und überwiegend ermordet. Gegen Widerstand aus der Bevölkerung wurde 2005 die Cohn-Scheune als Museum und Denkmal errichtet. Sie bietet Einblick in die Geschichte und das jüdische Leben der Stadt.

Wikipedia (CC-BY-SA 3.0)