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Celle

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Celle, Landkreis Celle, Niedersachsen, Deutschland (52.62406 10.08105)

Über diese Karte

Name: Topografische Karte Celle, Höhe, Relief.
Koordinaten: 52.56274 9.98289 52.72831 10.21290
Minimale Höhe: 31 m
Maximale Höhe: 98 m
Durchschnittliche Höhe: 52 m

Celle

1892 wurde – mit zahlreichen Bürgerspenden – das heutige Bomann-Museum mit wichtigen volkskundlichen und stadtgeschichtlichen Sammlungen gegründet. 1913 wurde der 74 m hohe Glockenturm der Stadtkirche errichtet, dessen Glockenwerk 2008 umfassend erneuert wurde. Im Ersten Weltkrieg befanden sich zwei Kriegsgefangenenlager in bzw. bei Celle: Zum einen entstand in Scheuen das »Cellelager«, das zunächst Mannschafts-, dann Offizierslager war mit bis zu 10.000 Briten, Serben, Russen, Belgier, Franzosen und Italiener. Im Celler Schloss wurde ein Gefangenenlager eingerichtet, in dem bis zu 300 »Zivilgefangene höherer Lebensstellung« interniert waren. Dabei handelte es sich vor allem um Studenten, Kaufleute, Industrielle und Künstler nun feindlicher Nationalität, die in Deutschland lebten oder sich bei Kriegsbeginn auf der Durchreise befanden, sowie um in den besetzten Gebieten Frankreichs und Belgiens als Geiseln genommene Personen des öffentlichen Lebens. Es entstand ein Soldatenfriedhof. Ende der 1920er Jahre entstand eine Seidenspinnerei, die mit der von Peine 1932 zur Seidenwerk Spinnhütte AG fusionierten. Die Aktionäre dieser privaten Aktiengesellschaft wurde nach 1936 durch Umwandlung ausstehender Kredite der Bank der deutschen Luftfahrt, die zum Einflussbereich des Reichsluftfahrtministeriums gehörte, sowie einer Bilanzmanipulation enteignet, und das Vermögen der AG in die „Mitteldeutsche Spinnhütte GmbH“ überführt. Hintergrund dieser Aktion war, dass die Zahlen und Daten der GmbH nicht veröffentlicht werden mussten und damit auch die Produktionszahlen geheim gehalten werden konnten. Hauptprodukt der Spinnhütte war Fallschirmseide, die für die Ausrüstung der seit 1936 aufgestellten Fallschirmjägertruppe benötigt wurde, daneben wurden in geringem Umfange noch zivile Produkte hergestellt. Im Rahmen des Ausbaus der Mitteldeutschen Spinnhütte GmbH wurden Zweigwerke in Peine, Plauen, Wanfried, Apolda, Osterode und Pirna errichtet. Dazu kamen noch Betriebe in Telgte sowie während des Krieges in Serbien. In unmittelbarer Nähe der Spinnhütte Celle wurde in den 1930er Jahren die Reichsforschungsanstalt für Seidenbau errichtet, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Bundesforschungsanstalt für Kleintierzucht umbenannt wurde. In der 1940 fertiggestellten Hauptverwaltung der Mitteldeutschen Spinnhütte GmbH befindet sich heute das Landessozialgericht Niedersachsen. Gegen Ende des Krieges fanden in einem Nebengebäude der Spinnhütte im Rahmen des „Uranvereins“ Versuche zur Urananreicherung mit Hilfe der Ultrazentrifuge statt. Diese Arbeiten standen unter der Leitung des Hamburger Physikochemikers Paul Harteck.

Wikipedia (CC-BY-SA 3.0)

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Koordinaten: 52.62240 10.02822 52.64444 10.08016 - Minimale Höhe: 32 m - Maximale Höhe: 73 m - Durchschnittliche Höhe: 44 m